Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich für den Erhalt des Grüngürtels oder eine Verkehrswende in Kiel zu engagieren. Das fängt an mit den Umweltverbänden.

Verbände und Initativen für die Verkehrswende

In Kiel ist da in erster Linie der BUND (Bund für Umweltschutz und Naturschutz Deutschland) zu nennen, der sich mit einer eigenen Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan ablehnend gegenüber der Südspange geäußert hat. Am Thema "dran" sind auch der NABU (Naturschutzbund Deutschland) und der VCD (Verkehrsclub Deutschland).

Für eine Verkehrswende mit leistungsfähigem ÖPNV macht sich außerdem der Verein "Tram für Kiel e.V." stark.

Spannende Initiativen zum Thema Nachhaltigkeit haben sich in den letzten Jahren im Umfeld der alten Muthesius Kunsthochschule gebildet. Stellvertretend sei hier Transition Town Initiative genannt, über deren Website "Kiel im Wandel" man viele weitere Anregungen bekommt, wo man sich einbringen kann. Die Aufzählung wäre ohne die Nennung der wundervollen Critical Mass Bewegung nicht vollständig: jeden letzten Freitag im Monat ist es möglich, für wenige Stunden Kieler Hauptstraßen aus einer ganz anderen Perspektive erleben zu dürfen. Fahrrad first, Auto second. Geil.

Parteien & Gewerkschaften

Auch wenn es aus der Mode gekommen zu sein scheint: Natürlich kann es auch Sinn machen, sich innerhalb der Parteien oder Wählergemeinschaften in Kiel zu engagieren. Und damit sind nicht nur Grüne, Linke oder WIR gemeint. Die CDU in Hamburg hatte sich beispielsweise mit sehr guten Argumenten für eine Stadtbahn in Hamburg eingesetzt. Vielleicht geht da doch noch was in Kiel? Und die SPD war ja durchaus früher einmal eine mutige Partei. Bereits 1977 erkannte die SPD-Schleswig-Holstein die Atomenergie als Irrweg, während die Bundespartei noch AKWs durchsetzte. Ob es in Kiel mutige Köpfe gibt, die sich trauen, den vierspurigen Irrweg im Kieler Süden endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen?

Das gleiche gilt für die Gewerkschaften, die bei "Möbel Kraft" öffentlich auf der falschen Seite standen, während viele Mitglieder anderer Meinung waren.

Initiativen für den Grüngürtel

Zu den teilweise direkt Betroffenen von den Planungen gehören auch die Bewohnerinnen und Bewohner der ehemaligen "Behelfsheime", die die Bürgerinitiative "Zuhause im Grüngürtel" gegründet haben. Für den Erhalt des Grüngürtels setzt sich auch die sympathische "Wagengruppe Schlagloch" ein, die derzeit übergangsweise an der B404 residiert und sich bereits explizit gegen die Südspange ausgesprochen hat.

Soziale Medien

Die Kieler Innenstadt brauch mehr kostenlose Parkplätze. Wenn Menschen gute Luft atmen wollen, dann sollen sie eben raus aus der Stadt fahren. An der schlechten Luft am Theodor-Heuss-Ring sind die Schiffe schuld. Kiel ist einfach zu klein für eine Straßenbahn. Diese sogenannten "Umweltschützer" sollen mal arbeiten gehen.

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