In vielen Städten gibt es Wartelisten, um an eine Kleingartenparzelle zu kommen. In Kiel ist die Situation in den Vereinen unterschiedlich, was sicher teilweise auch hausgemachte Gründe hat.

Eine Möglichkeit, diese stadtnahen grünen Oasen für kommende Generationen zu sichern, ist selbst einen Garten zu pachten. Und in Bezug auf die Südspangen-Planung:

Jetzt erst recht!

Im Bereich der geplanten Südspange sind Gärten frei. Einige Gärten sind bereits so verwildert, dass es unwahrscheinlich ist, dass hier jemals wieder Gemüse geerntet werden kann. Was aber wiederum gut ist für die geschützte Fauna und Flora in dem Gebiet.

Es gibt aber etliche freie Gärten, die mit mehr oder weniger viel Arbeit, Idealismus und Pioniergeist wieder hergerichtet werden könnten. Das gilt nicht nur für junge Familien, sondern auch für junge Leute, die gemeinsam mit Freundinnen und Freunden einen Garten betreiben wollen.

Wenn man die entsetzliche Zerstörung des Kleingartengebiets Prüner Schlag für Möbel Kraft rekapituliert, so wäre zu hoffen, dass es ähnlich großartige rebellische Initiativen wie die "Parzelle 556" gäbe. Bitte mehr davon und so früh wie möglich!

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es für das betroffene Gebiet keinen Planfeststellungsbeschluss, dass da jemals eine Schnellstraße lang laufen wird. PächterInnen, die jetzt einen Garten pachten und Zeit und Geld investieren, dürften also entsprechend gesetzlicher Regelungen (Bundeskleingartengesetz) entschädigt werden, wenn die Südspange doch gebaut wird.

Mittlerweile wird auch von Seiten des Kleingartenvereins Kiel-Gaarden Süd e.V. wieder aktiv und positiv für Verpachtung geworben. Auf gleich zwei Internetseiten findet man ausführliche Informationen zum pachten von Gärten:

Mit mittlerweile über 1200 Mitgliedern ist die Facebook-Gruppe "Gartenfreunde Kiel" eine gute Anlaufstelle und Informationsbörse, was das Kleingartenwesen in Kiel angeht.

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