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Vertreter von SPD, CDU, SSW sowie die Vertreterin der Kieler FDP haben im Juni in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Südspange als Maßnahme bezeichnet, die der Umwelt "zugute" komme, Anwohner "endlich von Verkehrslärm entlastet" und Pendlern nutze, die "ihre wertvolle Zeit nicht im Stau verschwenden wollen". Diese angebliche Entlastung zieht sich bereits seit Jahrzehnten durch die Argumentation der Befürworter.

Mit der Realität hat das wenig zu tun. Ausgerechnet die Prognosen, auf die sich berufen wird, sprechen da eine sehr deutliche Sprache, wenn man reale Zahlen von heute als Basis nimmt.

Verkehrsbelastung ausgewählter Straßen im Vergleich 2013 und 2025

"Zwei-Tausend-Fünfundviiierzig /
ja ihr werdet es schon seeeehn /
Wir holen die Meisterschaft und den Pokal /
Holstein Kiiiiel -
internationaaaaaal!"

holsten stadion 2045Diesen zweifellos von großer fußballerischer Expertise zeugenden Gesang, der seit einigen Jahren auf der Westtribüne des Holsteinstadions zu hören ist, nehmen wir als Ausgangspunkt, um über die Mobilität im Jahr 2045 in der Landeshauptstadt Kiel zu sprechen. Denn neben der alljährlich Ende September bei gutem Wetter stattfindenden Kieler Woche sind es gerade die Heimspiele der KSV Holstein, die die größte Herausforderung für die Verkehrsinfrastruktur an der Förde darstellen. Nicht nur zu den traditionellen Nordderbies gegen Werder Bremen oder Altona 93 strömen über 33.000 Fans in das für sündhaft viel Sponsorengeld umbenannte "Holsten-Stadion". Auch europäische Top-Teams wie Arsenal London, Degerfors IF oder Atalanta Bergamo geben sich mittlerweile am Westring 501 die Klinke in die Hand.